Angela Cremer untersucht in ihrer Arbeit die Bedeutung der Malerei an sich und in ihrem zeitgenössischen Kontext. Fragestellungen zur Balance zwischen Oberfläche, Material und Motiv interessieren sie dabei genauso wie die Möglichkeit, Malerei jenseits von Sprache zu rezipieren. Sie hinterfragt die Grenzen der Malerei, versucht, diese zu erweitern. 

Irritationen bei der Betrachtung, hervorgerufen durch das Material, motivisch ans Ornament angelehnte Darstellungen und die monoton schichtweise Bearbeitung der Fläche loten Nähe und Grenzen zum Handwerk und Design aus. Ihre Bilder sind, gemessen an der uns umgebenden Masse an verbildlichten Botschaften, dem Zustand des Eintauchens in Wasser ähnlich: Still, unklar, schwebend, verlangsamt und frei von jeglicher Absicht. Das Sehen als solches gewinnt hier an Bedeutung.